Wilddogs sichern Halbfinale

Wilddogs sichern Halbfinale

Turnover-Festival: Pforzheim Wilddogs stürmen ins Halbfinale!

PFORZHEIM – Es war angerichtet für ein echtes Football-Fest: Bei spätsommerlichem Traumwetter und vor der atemberaubenden Kulisse von über 1.300 lautstarken Fans luden die Pforzheim Wilddogs zum allerersten Heim-Playoff-Spiel ihrer Geschichte. Die Erwartungen der Experten waren im Vorfeld hoch, viele rechneten mit einem Duell auf Augenhöhe, bei dem die Defensivreihen den Ton angeben würden. Und genau das bekamen die Zuschauer geboten: In einem hochdramatischen, von spektakulären Turnovern geprägten Viertelfinale besiegte das effect®-ENERGY GFL Team der Pforzheim Wilddogs die Hildesheim Invaders mit 21:8 und zieht damit sensationell in die nächste Runde ein.

Ein erstes Viertel voller Dramatik

Das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften glich von Beginn an einem wilden Schlagabtausch, besonders in der Verteidigung. Die Offense der Hausherren wurde im ersten Drive noch gestoppt, doch die Pforzheimer Defense setzte sofort ein Ausrufezeichen, erzwang einen Fumble der Niedersachsen und sicherte das Angriffsrecht. Was folgte, war ein regelrechtes Turnover-Fest: Eine geworfene Interception von Quarterback Drequan "Dre" Harris wurde postwendend durch einen erneuten Fumble der Hildesheimer gekontert, bevor auch Wilddogs-Spieler Bryan Yankson das Leder wieder abgeben musste. Die Nervosität eines K.O.-Spiels war greifbar. Letztlich war es Quarterback Dre Harris selbst, der die Erlösung brachte und per Laufspiel den ersten Touchdown des Tages erzielte. Kicker Matteo Dazzani verwandelte den Extrapunkt sicher zum 7:0.

Special Teams und Option-Runs bringen die Führung

Im zweiten Viertel hielt das starke Niveau der Pforzheimer Defense an. Als Hildesheim an der eigenen 2-Yard-Linie zum Punten gezwungen wurde, schlug die Stunde von Jeremy Conley: Mit überragendem Timing blockte er den Punt, sicherte den Ball direkt in der Endzone zum Touchdown und brachte die Wilddogs nach erfolgreichem PAT von Dazzani mit 14:0 in Front. Die Gäste bissen sich weiter die Zähne aus und mussten den Ball nach einem gescheiterten vierten Versuch an der Mittellinie wieder abgeben. Die Pforzheimer Offense verließ sich nun vor allem auf die effizienten Option-Runs ihres Quarterbacks. Erneut fand Harris die Lücke und erhöhte auf ein komfortables 21:0 zur Halbzeitpause.

Harter Kampf nach dem Seitenwechsel

Die zweite Spielhälfte entwickelte sich zu einem echten Abnutzungskampf. Im dritten Viertel machten sich die Wilddogs das Leben selbst schwer und kassierten in nur einem Drive bittere Strafyards, bevor der herausragende Hildesheimer Kyle Kitchens alle Hoffnungen auf weitere Punkte zunichtemachte. Doch auch die Pforzheimer Defense hielt stand und zwang die Invaders in Serie zum Punten.

Im Schlussviertel spitzte sich die Lage noch einmal zu. Nach einer Interception von Harris und einem unglücklichen Fumble von AJ Coons witterten die Gäste Morgenluft. In einer Hurry-Up-Offense bediente Hildesheims Nelson Hughes seinen Receiver Hendrik Scharnbacher zum Touchdown. Eine erfolgreiche Two-Point-Conversion durch Karon Johnson verkürzte den Rückstand auf 21:8. Die Invaders warfen nun alles nach vorne, doch die Defensive Backs der Wilddogs machten den Sack zu. Denis Atilgan fing einen Pass spektakulär ab (auch wenn der anschließende Return durch ein Foul aberkannt wurde). Den krönenden Schlusspunkt setzte schließlich Nick Olivier, der den allerletzten Passversuch der Gäste abfing und die Uhr damit endgültig auf null ticken ließ.

Stimmen zum Spiel und Ausblick

Headcoach Michael Lang zeigte sich nach dem Schlusspfiff überglücklich: „Ich bin begeistert! Was für ein Spiel. Wir haben in dieser Saison alles, was wir erreichen wollten, geschafft und sogar noch mehr. Jetzt dürfen wir wieder nach Dresden,  nur eben eine Runde später. Ich freue mich extrem auf das Halbfinale!“

Vorstand Kai Höpfinger betonte zudem die Bedeutung für den gesamten Verein: „Sich mit so einer Leistung aus der KRAMSKI-Arena zu verabschieden, ist ein tolles Gefühl. Wir haben diese Saison bei jedem Spiel über 1.000 Zuschauer in unsere Spielstätte gelockt,  ich bin unheimlich stolz auf das, was wir bisher geschafft haben. Alle Beteiligten wissen, was das für ein Kraftakt ist, und genau solche Spiele wie heute belohnen uns alle dafür.“

Im Halbfinale kommt es nun zur Neuauflage gegen die Dresden Monarchs. Zeitgleich treffen im anderen Halbfinale die Schwäbisch Hall Unicorns auf die Potsdam Royals. Die Pforzheim Wilddogs reiten weiter auf ihrer Erfolgswelle, das nächste Kapitel wartet.